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kevin_schwert

Österreich

Persona 5 ist ein Japanisches Rollenspiel, welches schon lange auf meinem Radar war. Es hat viele gute Bewertungen bekommen, weshalb meine Erwartungen hoch waren. Aber hat das Spiel meine Erwartungen erfüllt?

Kommen wir als erstes zur Story. Man spielt den Anführer der Phantom Thieves „Joker“. Man kann seinem Charakter einen eigenen Namen geben, aber „Joker“ ist sein Deckname. Man beginnt in einem Casino und flüchtet vor Männern in Anzügen. Nach einem rasanten Fluchtversuch wird man aber von der Polizei erwischt und festgenommen. Im Verhörzimmer wird man gefoltert und es werden einem auch irgendwelche Drogen indiziert. Man wird sogar gezwungen, eine Erklärung zu unterzeichnen, welche Aussagt, dass man alle Verbrechen, wegen denen man beschuldigt wird, begangen hat. Danach taucht die Anwältin Sae auf, um mit Joker zu sprechen. Sie will wissen, wie es die Phantom Thieves geschafft haben, die Herzen von anderen zu stehlen. Und so beginnt die Erzählung.

Einige Monate früher wird man gerade aus dem Gefängnis entlassen. Man wird beschuldigt, jemanden ohne Grund angegriffen zu haben. Der ältere Mann Sojiro lässt einen bei sich wohnen. Als man dort ankommt, entdeckt man eine komische App, welche sich nach mehrmaligen löschen immer wieder neu installiert. Außerdem kommt auch auf eine neue Schule. Am ersten Schultag lernt man das Mädchen Ann kennen, welches ins Auto des Sportlehrers Kamoshida einsteigt. Das passt dem Jungen, Ryuji, gar nicht. Aus irgendwelchen Gründen hasst er den Sportlehrer. Da man aber nicht zu spät zur Schule kommen will, beeilt man sich. Als man jedoch aus der Seitengasse kommt ist die Schule weg und ein riesiges Schloss steht statt der Schule da. Dies ist das Schloss von Kamoshida, welcher mit seinem sehr freizügigem Kleidungsstyl, ausfällt und seine wachen nehmen den Main Charakter sowie Ryuji gefangen. Im Gefängnis zeigt der Sportlehrer sein wahres Gesicht und der Main Charakter erweckt sein Persona, Arsene. Mit dessen Kraft gelingt es dem Protagonisten zu entkommen. Bei der Flucht treffen die 2 noch auf das Katzenwesen „Morgana“, welches der Gruppe alles Wichtige erklärt. Diese befindet sich nämlich im „Metaverse“. In diesem sind die dunkelsten Seiten aller Menschen. Außerdem haben besonders schlechte Menschen ihre eigenen „Palaces“. Man findet immer mehr über die finsteren Machenschaften des Olympia Gewinners Kamoshida heraus und will seinen Machenschaften ein Ende setzen.

Man sieht, die Storybeschreibung ist nun schon so lange wie einige meiner kürzeren Reviews. Zum durchspielen braucht man sicher 85-100 Stunden. Aber neben der Hauptstory gibt es auch einiges zu tun. Man muss nämlich neben den Aufgaben der Phantom Thieves auch den Alltag des Main Charakters durchleben. Man hat fast jeden Tag Zeit, um seine Skills oder Beziehungen mit anderen zu verbessern. Die Skills sind wichtig für Interaktionen mit anderen und die Beziehungen lassen sich bis Rang 10 ausbauen und geben einem diverse Boni. Diese sind sehr hilfreich beim bestreiten von Palaces.

Die Beziehung erweitert sich, indem man bei der individuellen Story jedes Charakters voran streitet. Jeder Charakter ist anders und hat seine eigene kleine Story, welche sehr gut geschrieben sind. Man kann richtig mit den Charakteren mitfühlen.

Das Kampfsystem funktioniert im klassischen Runden basierten Style. Wenn man die Gegner mit deren Schwäche angreift oder einen kritischen Treffer landet, gehen diese zu Boden und man bekommt „One More“. Das heißt, man darf nochmals eine Aktion durchführen. Wenn man die Beziehung zu seinen Gruppenmitgliedern weit genug ausbaut, kann man einen „Baton Pass“ durchführen. Damit gibt man seinen Zug an ein anderes Gruppenmitglied weiter, was in vielen Situationen sehr Hilfreich ist. Sind alle Gegner am Boden, dann stürmt man voran und umzingelt die Gegner mit gezogener Pistole. Dort kann man nun Reden, die Formation Brechen oder eine „All Out“ Attacke durchführen. Beim Reden kann man nach Geld und Gegenstände verlangen. Aber auch kann dort die Macht des Gegners an sich gerissen werden mithilfe von Jokers spezieller Power, dass er mehr als ein Persona gleichzeitig haben kann. Bei einer „All Out“ Attacke greift jedes Gruppenmitglied die Gegnergruppe an und verursacht sehr viel schaden, so viel, dass meist der Kampf endet. Beim Formations Brechen, was ich nicht empfehle, wird die Vorteilhafte Position aufgegeben und der Kampf weitergeführt.

Aber das „One More“ System bringt nicht nur Vorteile. Wenn der Gegner einen Kritischen Treffer oder einen Charakter mit der Schwäche angreift, bekommt der Gegner auch „One More“. Außerdem kann der Gegner Geiseln nehmen, was aber eher selten passiert. Tut er es aber doch, dann muss man verhandeln. Beim verhandeln verlangen die Gegner meist Geld.

Das Spiel hat einen der Besten Soundtracks, die ich in letzter Zeit gehört habe. Die Musik geht ins Ohr und zu jeder Situation gibt es passende Musik. Auch die Japanische Originalstimme hört sich sehr gut an. Jedoch muss man sich diese extra aus dem Shop laden.

Das Spiel setzt auf einem Speicherpunkt System. In der Welt kann man überall speichern außer in Palaces, dort muss man Save Rooms suchen. Man muss vorsichtig vorgehen, da man, wenn man nicht aufpasst, gleich einmal Game Over gehen kann. Wenn Joker stirbt, heißt es Game Over. Er kann nicht wie andere Teammitglieder wiederbelebt werden. Man muss also gut aufpassen, dass der Main Charakter nicht stirbt.

Zusammenfassend hat das Spiel meine Erwartungen weit übertroffen. Es hat Spaß gemacht, hat einen lange beschäftigt und hatte gute Musik. Ich kann dieses Spiel nur uneingeschränkt an jeden, der JRPGs mag, empfehlen. Das Spiel trifft einfach voll meinen Geschmack, also bekommt es 100/100 Punkte. Das Spiel wird höchstwahrscheinlich das beste sein, welches ich in diesem Jahr gespielt habe.

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